Sonntag, 26. Februar 2012

Langzeitbelichtungen

Werden mit digitalen Kameras Langzeitbelichtungen gemacht, dann ist man erst erstaunt, wie lange es dauert, bis das nächste Bild gemacht werden kann. Das dauert oft genau gleich lang wie die eigentliche Belichtung. Das kommt daher, dass die Kamera zusätzlich ein Dunkelbild (Dark Frame Image) macht. Dabei wird bei den vorhandenen Umgebungswerten (Temperatur) ein Vergleichsbild gemacht, ohne dass dabei Licht durch das Objektiv gelassen wird. Die Kamera "schaut", welche Pixel unter den gegebenen Umständen besonders warm und damit hell werden. Diese werden dann mit dem Bild verglichen, welches vorher geschossen wurde. Jetzt werden helle Punkte herausgerechnet, welche durch den Bildsensor entstanden sind.
Dieser Schritt kann bei einigen Kameras bis zu Belichtungszeiten von 30" abgeschaltet werden (Pentax k-x geht). Der Menüpunkt heisst dann ungefähr "Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen" oder so ähnlich. Bei einigen Kameras kann man das aber nicht ausschalten (geht bei der K20D nicht). Bei einigen Kameras kann man das auch bei Langzeitbelichtungen jenseits der 30"-Grenze abschalten (bei der Pentax K-5 soll das gehen).

Sterne über Escholzmatt; 30", F 4, 12mm Fisheye (180 Grad SW-NO [oben]).
Der Baum oben im Bild ist das "Höch".
Hier ein Link für ein grösseres Bild.
Wenn man also längere Belichtungen machen will, muss man immer noch die Zeit hinzurechnen, welche durch die Erstellung des Dunkelbildes verbraucht wird. Dazu muss die Kamera aber nicht unbeweglich bleiben, aber man darf zum Beispiel nicht in einen warmen Raum gehen. Das verfälscht die Umweltbedingungen.
Wenn man mit B (bulb) fotografiert (z. B. 30 Minuten), dann muss man also noch einmal 30 Minuten warten. Das braucht dann auch doppelt so viel Strom.
Langzeitbelichtungen (mehrere Minuten oder Stunden) bei Digitalkameras sind kritisch, da der Vorgang recht viel Strom braucht. Man kann sich dadurch behelfen, dass man eine Mehrfachbelichtung macht (geht bei Pentax K20D und k-x) oder wenn man mehrere Bilder macht und diese in einer Bildbearbeitung montiert. Die Teilbilder werden auf verschiedenen Ebenen eingefügt und dann (z. B. in GIMP) über "Nur Aufhellen" verknüpft. Dann werden von jeder Ebene nur die hellen Stellen übernommen. Das geht gut bei Sternen, etc.

Printscreen aus GIMP
Hier sieht man, dass die einzelnen weissen Punkte sich auf verschiedenen Ebenen befinden und durch den Modus "Nur Aufhellen" sichtbar gemacht werden.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Warten auf GIMP 2.8

Unter folgendem Link kann man sehen, wann das voraussichtliche Release von GIMP 2.8 fertig sein wird. Leider geht der Termin immer weiter ins Jahr hinein. Erst Januar, dann Februar, jetzt Ende März. Den Programmierern geht offenbar die Energie aus. Was auch zu verstehen ist. Schade für uns, welche warten.

Freitag, 3. Februar 2012

Pentax K-01

Gestern war es also so weit. Die Gerüchte bestätigten sich und so wurde gestern die neue Kamera präsentiert.
Wie hier z. B. auf dpreview.com ging es los. Bis jetzt gibt es dort fast 700 Kommentare. Die meisten negativ bis sehr negativ.
Dabei hat ein Industrial Designer (Marc Newson) die Kamera entworfen. Das technische Konzept stammt wohl von den Pentax-Ingenieuren und von den Marketing-Leuten. Trotzdem dürfte der Designer einige Freiheiten gehabt haben. Das Aussehen der Kamera ist offenbar so, dass es einem gefällt - oder wie offenbar bei den meisten Menschen, dass es eben nicht gefällt.
Und - Was ist nun mit dem Design?

Wenn eine Kamera so wie die Canon aussieht, dann passiert bei den Menschen nicht viel. Man erwartet als Fotograf wohl so etwas, wenn man von einer Kamera spricht. Das hat noch mehr Kanten, viele Knöpfe und Hebel, Schalter und Tasten.


Da sieht man, dass das kein Spielzeug ist - oder? Von Design sieht man da dafür nichts. Geschaffen von Ingenieuren und Technikern für Profis.

Das Herz macht da nicht mit. Bei der Pentax schon. Das bewegt. Ist das die Idee von Design? Oder sollte Design so sein, dass man es gar nicht bemerkt? Wie bei der Canon?

Ich überlege mal weiter.

Lightroom 4 Beta

Vor einigen Monaten habe ich mich gefragt, was ich von einer 4-er Version erwarten würde. Das war vor allen das Geoencoding in der Anwendung selber. Das ist eingebaut. Auch das Erstellen von Büchern. Das ist aber noch etwas - sehr - Beta. Der Export von Bildern ist immer noch abhängig vom Plug-in "LR/Mogrify 2".
Die grösste Änderung betrifft aber das Entwicklungsmenü. Das ist komplett überarbeitet. Man versteht, was mit Weiss - Lichter - Schatten und Schwarz gemeint ist, wenn man auf das Histogramm schaut, wenn ein Slider bewegt wird. Dann sieht man die 5 Bereiche im Histogramm und man erkennt relativ gut, in welchem Bereich etwas verändert wird. Jetzt, wo ich das alte System verstanden habe, kommt etwas neues ;-) .
Auch sollen die Werkzeuge für die ausgerissenen Bildteile besser geworden sein. Das kann ich so noch nicht bestätigen. Das ist aber auch ein schwieriges Unterfangen.
Für das Filmen hat sich auch einiges verändert. Da ist jetzt viel mehr möglich.
Etwas enttäuscht bin ich von der Diashow. Die Effekte wie Ken Burns sind entweder noch nicht eingebaut oder sie fehlen immer noch.