Montag, 27. Juni 2011

Kugelpanoramen

Diese Art der Panoramen kenne ich seit einiger Zeit. Vor einiger Zeit habe ich diese Kugelpanoramen in Google Earth entdeckt. Das war der Punkt, wo ich unbedingt diese Möglichkeit ausprobieren wollte.

Kugelpanorama des Garten hinter dem Haus Eden
Objektiv
Erst musste das entsprechende Objektiv beschafft werden. Welches?
  • Pentax 10-17
  • Sigma 4,5 oder 8
  • Sigma 8-16 oder 10-20
  • Pelang 8
  • ...

Da gibt es genug Fallstricke und Möglichkeiten. Die einen Objektive sind gar keine Fischaugen, sondern Weitwinkelobjektive. Und wie wirkt sich die Brennweite bei Crop-Sensoren aus?
Meine Lösung: Sigma 8mm 1:4 EX auf eBay für etwas über 500.-. Immer noch teuer, das Objektiv ist aber seinen Preis wert.
Das Objektiv gehört zur DG-Serie. Das heisst, dass die Objektive für Vollformat-Kameras gerechnet sind. Dort ist das Objektiv ein Zirkumpolar-Fischauge. Das Bild wird mit 180 Grad aus Kreis abgebildet. Wenn das Objektiv an einer Pentax-, Sigma- oder Nikon-Kamera eingesetzt wird, dann bildet das Objektiv 180 Grad nur noch über die lange Bilddiagonale ab.

Kameraeinstellungen
Die Kamera stellt man auf den manuellen Modus und misst die Belichtung so, dass die Sonne nicht im Bild zu sehen ist. Damit schiesst man dann die Bilder. Den automatischen Weissabgleich und die automatisch Scharfstellung schaltet man aus. Die Blende ist idealerweise 11 oder 8.

Bilder machen
Bei der Vollformat und bei der Crop-Version reichen 4 Bilder für ein Kugelpanorama aus. Nach der Anleitung habe ich mit der Fadenmethode brauchbare Ergebnisse erhalten. Allerdings habe ich die Methode etwas modifiziert: Die Kamera halte ich ca. 60 Grad schräg. 2 Bilder mache ich leicht aufwärts, 2 weitere leicht nach unten geneigt. Einen Nodalpunktadapter habe ich nicht. Ich werde vielleicht selber etwas basteln. Das braucht es bestimmt dann, wenn die Belichtungszeiten länger werden.

Software
Ohne Software geht aber in diesem Fall nichts. Ich habe das Demo von PTGUI heruntergeladen und getestet und bald brauchbare Resultate erhalten. Das ist mir bei Hugin nicht gelungen. Cool ist auch das Feature mit dem einfachen Maskieren von störenden Schatten, etc. Das heisst, man muss die Pro-Version kaufen. Die Software ist nicht gerade billig.
Vor der Verwendung der Bilder in PTGUI lasse ich diese wie üblich durch Lightroom 3. Da korrigiere ich die notwendigen Sachen.
Es stellt sich die Frage, wie die Bilder dann im Webbrowser sichtbar gemacht werden können. Dazu muss man in PTGUI unter Tools -> Publish to Website das gerechnete Bild einladen und dann ausgegeben werden. Es entstehen ca. 14 Teilbilder, eine HTM-Seite, ein Java-Script wird gespeichert. Alle diese Dateien werden auf einen FTP-Server kopiert und dann wird ein Link auf die HTM-Seite gemacht. Das wars.

Ergebnisse
Link 1, Link 2, Link 3, Link 4 auf 360cities.net
Ich hoffe, diese 4 Bilder tauchen bald in Google Earth auf. Das ist das erklärte Ziel. Deshalb munter anklicken und für Trafic sorgen. Vielleicht hilft es.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Bilder machen und später den Schärfepunkt festlegen

Unter diesen Links verbirgt sich etwas neues: Ein Kamera, welche Bilder machen soll, bei welchen man zu einem beliebigen Zeitpunkt per Software den Schärfeebene einstellen kann: Link und Blog
Das tönt erst einmal fantastisch. Der Fotograf hält einfach auf ein Objekt und drückt ab. Keine Scharfstellung, nur die Belichtung sollte stimmen. Das würde dann vieles verändern...

Insekten

Ich fotografiere die Blumen und Insekten im Garten mit einer Pentax K20D mit angeschraubten Handgriff und dem Sigma Makro 1:2.8 105mm. Als Blitz kommt ein Sigma EM-140DG zum Einsatz. Die Scharfstellung erfolgt manuell, die Belichtung ist auf "X" (1/180) mit der Blende 11, ISO 200 eingestellt.



Die Bilder werden im RAW-Format gemacht. Bei Pflanzen im Schatten ist Blende 8 besser, die Tiefenschärfe nimmt dann allerdings noch mehr ab.


So kann ich mich voll auf das Bild konzentrieren. Und da gibt es genug Hürden zu nehmen. Nach dem Fotografieren  hilft mir Lightroom 3 bei der Sichtung der Bilder. Vor allem die Taste "X" ("als abgelehnt festlegen"). "C" und "N" sind ebenfalls hilfreich.


Samstag, 4. Juni 2011

Was macht Oloneo so besonders?

Oloneo ist eine besondere HDR-Software. Das habe ich schon in anderen Beiträgen geschrieben. Aber wieso? Oloneo unterscheidet sich von Photomatix und anderen Programmen dadurch, dass ich gleich das Ergebnis sehe. Ich werde also nicht mit 32-Bit-Bildern konfrontiert, wo ich dann das Tonemapping von Hand machen muss. Ich kann das Histogramm nehmen, die Stärke der HDR-Wirkung einstellen und dann mit Kontrast, Belichtung, Schatten und Sättigung arbeiten, wie ich mir das in Lightroom oder anderen RAW-Konvertern gewohnt bin. Die Resultate sind wohl auch deshalb so überzeugend.


Die Arbeitsschritte sind intuitiv:
  • Zuerst wird die gewünschte HDR-Wirkung eingestellt.
  • Dann regelt man den Kontrast so, dass keine Hellen oder dunklen Stellen abgeschnitten werden, resp. dass die hellen und dunklen Stellen verstärkt werden.
  • Anschliessend wird die Belichtung korrigiert.
  • Nun folgt die Helligkeit. Damit verstärkt man die dunklen oder die hellen Bereiche.
  • Am Schluss kann man die Sättigung regeln.
Manchmal stelle ich die Belichtungskorrektur an die zweite Stelle. Das ist dann der Fall, wenn das Histogramm eine einigermassen "normale" Verteilung der Helligkeitswerte anzeigt. Oft ist das Histogramm allerdings recht flach und hat manchmal links und rechts Spitzen. Dann ist zuerst der Kontrast zu  regeln.



Das Programm arbeitet auch im Batch-Modus, wobei man das Programm so einstellen kann, dass das Bild vor dem Speichern immer angezeigt wird. Dann können noch Korrekturen vorgenommen werden.
Einfach richtig gut gelöst!
Mit dem Batch-Modus habe ich in wenigen Stunden mehrere hundert  Bilder neu aus 3 Rohbildern erstellen lassen. Das Ergebnis überzeugt mich, vor allem, wenn man möglichst realitätsnahe Resultate erhalten möchte (also ohne die typischen überzogenen und übersteuerten HDR-Effekte). Nach einigen Jahren konnte ich nun einige Bilder zum ersten Mal überhaupt entwickeln, dass man diese ohne zu erschrecken, ansehen kann.

Falter

Ohne Trick und doppelten Boden, ohne Software, nur mit der Kamera ;-)


Mittwoch, 1. Juni 2011

Stscking oder grosse Blende

Wie bekommt man das bessere Resultat: mit Stacking oder mit Blende 32? In der Folge sind je ein Bild mit Blende 32 und ein Bild, entstanden aus vielen Teilbildern, abgebildet. Beim ersten Paar sieht man beim Stacking-Bild in der Mitte einen purpurnen Farbsaum.



Für Stacking spricht die bessere Bildschärfe in den Details. Dafür entstehen oft Farbsäume um Kanten herum. Vermutlich müsste man vor dem Stacking Bereiche, welche sehr unscharf sind, auf den einzelnen Teilbildern transparent machen, damit diese nicht eingerechnet werden. So könnte man die Säume vermeiden.

Bei den nächsten Bilder erkennt man die grössere Schärfe des Stacking-Bildes.



Aber es nicht so, dass jedes Resultat, welches mit Stacking erzeugt wird, einfach so überzeugend wirkt. Man braucht ziemlich viel Erfahrung und Geduld.