Montag, 8. Februar 2010

DxO Optics Pro und Pentax-Kameras

Bis jetzt habe ich dieses Programm nicht gekauft, weil es nur wenige Objektiv-Module für Pentax-Kameras gibt. Da ist es halt einfacher als Besitzer von Canon-, Nikon- und Sony-Kameras. Die optische Verzeichnungen und die Vignettierung des Objektivs muss halt von Hand korrigiert werden.
Nun - auf die anderen Möglichkeiten der Software möchte ich halt nicht verzichten. So habe ich die Software gekauft und installiert.

Der Rauschfilter ist deutlich sichtbar besser als derjenige von Lightroom. Vor allem aber kann man einfacher als bei anderen Programmen Bildverzerrungen korrigieren (parallele Linien und Trapezkorrekturen) sowie bei extremen Weitwinkelbildern die Proportionen der dargestellten Objekte am Rand etwas schmaler machen und sie somit den Objekten in der Bildmitte anpassen. Das Aufhellen der dunklen Bildbereiche kann in 3 Stufen vorgenommen werden.

Einige Funktionen macht man besser in Lightroom. Aber das ist eher Geschmacksache.

Übrigens ist es möglich, die entwickelten Bilder direkt als JPG, TIFF oder DNG an Lightroom weiterzugeben und dort zu importieren. Ein Workflow könnte also so funktionieren:
A) Mit RAW-Daten
1) Geotagging mit Geosetter vornehmen.
2) Korrekturen an der Bildgeometrie machen. Als "DNG" nach Lightroom exportieren.
2) Weitere Korrekturen in Lightroom vornehmen.

B) Mit JPG-Daten
1) Geotagging mit Geosetter vornehmen.
2) Korrekturen an der Bildgeometrie machen. Als "JPG" nach Lightroom exportieren.
2) Weitere Korrekturen in Lightroom vornehmen.

Geotagging mit dem iPhone und Geosetter

Wenn man schon ein iPhone besitzt, möchte man doch gerne die Photos einer beliebigen Kamera mit Koordinaten versehen.

Zuerst die iPhone App "Trails" herunterladen und unter Einstellungen die Mindestgenauigkeit wählen. 150m ist eher viel, vielleicht besser 100m. Den Kartentyp auf "Topo + Radwege" setzen und unter Export die eigene Mailadresse einfügen.
Wichtig: Uhren des iPhone und der Kamera synchronisieren [dazu gibt es noch keine App ;-)].
Dann muss man in der App "Trails" einen neuen Pfad und einen passenden Namen eingeben. Anschliessend wird die Aufzeichnung des Pfades gestartet. Nach der Tour wird die Aufzeichnung gestoppt und per Mail verschickt [unten links in der App]. Am PC wird dann die Mail öffnen und die Datei mit der Extension *.gpx in das Import-Verzeichnis ablegen [siehe weiter unten].

Die Bilder werden aus der Kamera oder von der Speicherkarte in ein temporäres Import-Verzeichnis kopiert/verschoben. [Geosetter hat bei meiner 8 GB SD-Card ein Problem mit dem Schreiben der Koordinaten in das Bild. Es dauert bei mir sehr lange. Auf der Harddisk ist das kein Problem mehr.]

Das Programm "Geosetter" von der Homepage herunterladen und installieren [Windows]. Dann wird die Anwendung gestartet. Im Menü "Bilder" wird der Pfad auf das Import-Verzeichnis gesetzt [Doppelklick]. Die Bilder werden nun eingelesen. Mit "Alt + V" setze ich die Darstellung auf "Liste". Der Überblick ist so etwas besser. Im Menü "Bilder" muss man den Eintrag "Synchronisieren mit GPS Datendateien..." anklicken und anschliessend die gewünschte *.gpx Datei ausgewählt werden. Es können auch "alle vorhandenen Dateien" ausgewählt werden. Wichtig ist, dass man noch einmal überprüft, ob die Uhren wirklich synchron laufen. Andernfalls kann unten im Dialogfeld komfortabel eine Korrektur vorgenehmen. Wenn alles stimmt, werden die Bilder mit kleinen blauen Fähnchen auf der Route eingetragen.
Die Bilder, welche geändert werden sollen, werden rot eingefärbt. "Bilder -> Änderungen speichern" schreibt die Änderungen in die Bilddatei. Dabei werden Sicherheitskopien gemacht. Die Sicherheitskopien können vor dem Import z. B. in Lightroom gelöscht werden, denn diese werden ebenfalls importiert.

Optionen:
Man kann ein oder mehrere Bilder in der Liste markieren und Doppelklicken. Dann können Daten zum Fotografen oder andere Daten eingeben werden.

Man kann auch die Fähnchen auf der Karte doppelklicken und dort die "Aufnahmerichtung hinzufügen".

Alle diese Daten werden ebenfalls gespeichert.